Tantra – bunt wie der Herbst

Mein Name ist Kathleen, ich bin 43 Jahre alt und seit 23 Jahren mit meinem Mann Derek verheiratet. Wir haben drei wundervolle Kinder, Drillinge um genau zu sein und sind mit vielen Enkelkindern gesegnet.
Und dennoch fehlt uns in der letzten Zeit das gewisse Extra. Natürlich haben wir viel Freizeit und auch Urlaub, aber irgendwie ist die Luft raus. Es ist einer Gewohnheit gewichen, dem Wissen, dass der andere da ist.

„Guten Morgen“, hauche ich mit verschlafener Stimme, als ich aufwache und den warmen Körper neben mir spüre.
Derek dreht sich zu mir herum und lächelt mich an. „Guten Morgen. Hast du gut geschlafen?“, fragt er und ich nicke ihm schläfrig zu.
„Du warst lange weg gestern Abend“, sage ich und rücke ein Stück näher an ihn heran, schmiege mich an seine Brust.
Ich liebe seine leichten Brusthaare, wenn sie morgens in meiner Nase kitzeln. Er knurrt leise und packt mit einer Hand nach meinem Po. Dann zieht er mich auf sich und ich richte mich leicht auf.
Ich schaue in die blauen Augen und lächle ihn an. An meinen Bauch spüre ich seine morgendliche Erregung. „Können wir die gebrauchen oder ist die nur für bestimmte morgendliche Bedürfnisse?“, frage ich mit spitzer Stimme, wohlwissend dass mit einer Morgenlatte, so prächtig sie auch aussieht, nichts anzufangen ist.
Das Grinsen in seinem Gesicht wird breiter „Die ist zu gebrauchen. Ich war schonmal wach“, sagt er und seine Stimme ist durchzogen von Erregung.
Ich grinse zurück und senke mein Gesicht zu seinem, beiße ihm sachte in die Lippe und ziehe daran.
Mein Becken schiebt sich gegen seines, zieht seinen prächtigen Penis tiefer, bis er zwischen meinen Schenkeln zum Ruhen kommt.
„Nicht so schnell. Heute habe ich etwas ganz Besonderes mit dir vor“, sagt er und lächelt verschmitzt.
Er steht auf und läuft langsam und verführerisch um das Bett herum zu einem unserer Schränke. Seine lüsternen Blicke lasten auf mir. Er weiß genau, wie er mich kriegt.
Er holt zwei der bunten Schals hervor und kommt auf mich zu. „Es wird Zeit, dass wir wieder einmal nur für uns da sind. Und heute will ich, dass du genießt und schweigst“, raunt er mir zu, doch es klingt wie ein Befehl.
Seine Hände umfassen meinen Kopf, legen ihn mittig auf das Kissen und greifen dann nach meinen Armen.
Seine Finger streifen an meinen Armen runter bis zu meinen Handgelenken, um kurz darauf wieder nach oben zu meinen Schultern zu gleiten.
Die Spur seiner Berührung löst ein Kribbeln in meinem Körper aus und ich bin mehr als bereit, mich diesem hinzugeben.
Dann umfasst er den Schal und verbindet mir damit die Augen. Aufregung durchzieht mich und ich erbebe bei dem Gedanken, was hier geschieht.
Ich höre ein Rascheln, und rieche etwas, das leicht nach Vanille und Zimt riecht, meinen Lieblingsdüften.
„Hast du extra eine Kerze gekauft“, frage ich leise.
„Psst, still. Du siehst es gleich“, antwortet er und es raschelt weiter.
Dann spüre ich, wie die Matratze sich unter ihm senkt und er nach dem Schal greift. Ich öffne die Augen, als der Schal sich löst. Einige Male blinzle ich, um meine Augen an das plötzlich hellere Licht zu und als meine Augen wiedersehen, halte ich schlagartig die Luft an.
Unser Schlafzimmer hat sich in einen Tempel verwandelt. Überall stehen Duftkerzen und hüllen den Raum in ein warmes Licht. Neben dem Bett steht Öl in einem kleinen Wasserbad und eine Kiste mit Deckel.
„Ich habe gesehen, was in deiner netten Guten Nacht Lektüre, die du am Abend so gerne liest, so passiert und mir gedacht, es hört sich nicht schlecht an. Heute bist du meine Göttin und ich werde dich verwöhnen.“ Mit diesen Worten greift er nach meinem Nachthemd und schiebt es mir über den Kopf. Erst jetzt bemerke ich, dass auch er vollkommen nackt ist.
Lächelnd lehne ich mich zurück und verfolge jede seiner Bewegungen. Seit langem ist mir nicht mehr aufgefallen, wie schön sich seine Muskulatur unter seiner Haut abzeichnet oder wie kräftig seine Oberarme sind.
Er ist wunderschön und ich strecke meine Hand aus, um ihn zu berühren, doch er lässt mich innehalten. „Nein, heute bin ich dafür da, um dir das zu geben, was du verdient hast“, erklärt er mir und schiebt sanft meine Hand wieder auf die Matratze neben mich.
Er beugt sich über mich und verteilt einzelne Küsse auf meinem Schlüsselbein, bis hinauf zu meinen Lippen.
Ich merke, wie er neben uns greift, doch seine Lippen lenken mich zu sehr ab. Er richtet sich auf. Im ersten Moment sehnen sich meine Lippen zurück nach seinen, sind regelrecht enttäuscht, dass er sie mir entzieht, doch dann merke ich, dass er etwas zwischen seinen Händen verreibt, die sich kurz darauf auf mich zu legen.
Sie fühlen sich warm und geschmeidig an. Der zarte Duft von Rosenöl umfängt mich. Mit seinem Finger drückt er auf eine kleine Fernbedienung neben dem Bett und Enya erklingt leise aus den Lautsprechern unseres Radios.
Ich bin überwältigt und die Emotionen, gepaart mit den Empfindungen seiner Berührungen, lassen mich uns in einem ganz anderen Licht sehen.
Im Kerzenschein mit dem angenehmen Duft und der leisen Musik fühle ich mich wie im Himmel, aber wirklich perfekt macht es der Mann, der mein Leben erfüllt.
Derek kommt näher. „Lege deinen Kopf in meinen Schoß“, bittet er mich. Es ist eine Bitte, auch wenn die Worte mehr nach einem Befehl klingen.
Ich lege meinen Kopf in seinen Schoß und seine Finger umfassen meinen Nacken, massieren meine Kopfhaut und meine Schläfen.
In sanften Bewegungen führt er seine Hände unter meine Schulterblätter und massiert diese weiter.
Ich spüre seinen Penis in meinem Nacken, der mir versichert, dass es für ihn genauso aufregend und erotisch ist wie für mich.
Seine Hände umfassen meine Oberarme, massieren sie sanft, bis in die Fingerspitzen hinab. Jeder einzelne Finger wird gedrückt, massiert und geküsst.
Ich fühle mich wahrhaftig wie eine Göttin und ich genieße es.
Während seine Hände nun über meine Rippen in Richtung meines Bauches gleiten, berühren seine Arme ganz zufällig meine Brustwarzen. Diese entfachen ein Feuerwerk und stellen sich gierig auf.
Er beugt sich kurz über mich und befeuchtet meine Brustwarzen mit seiner Zunge, bevor sich seine Zunge zwischen meinen Brüsten ihren Weg zu meinem Bauchnabel sucht.
Dort wird sie von seinen Händen abgelöst, die zärtlich über mein Becken streifen und neues Öl verteilen.
Die Kerzen brennen weiter ab und werfen ein sinnliches Licht durch den Raum. Derek greift hinter sich und holt eine kleine Sprühflasche heraus. Mit ihr bewaffnet richtet er sich auf und drückt den Auslöser. Der sanfte Nebel legt sich auf meine Haut und es ist wie tausend zärtliche kleine Berührungen.
Anders als bei unserem gewohnten Sex will ich ihn nicht nur in mir haben, ich will ihn überall, ich will mit ihm verschmelzen.
Jede Bewegung, jede Berührung scheint sich an Intensität zu stärken. Er verstreicht den Sprühnebel auf meiner Haut und ein sanfter Geruch nach Zimt und Nelken schwebt unter meiner Nase entlang. Die verschiedenen Düfte steigern mein Wohlbefinden ins Unermessliche.
„Dreh dich bitte auf den Bauch und leg dich bequem hin“, raunt er mir ins Ohr.
Ich drehe mich auf den Bauch und bin überrascht, ein kleines Schokoladenfondue zu erblicken.
Ich schließe meine Augen und fühle seine sanften Hände, wie sie meine Schultern umfassen, mit einer leichten Massage nach unten zu meinen Lenden gleiten und sich zwischen meinen Pobacken verirren. Er umfasst erst die Eine dann die Andere und knetet sie sanft durch.
Sein Daumen streift dabei meinen Anus sowie auch den Eingang meiner Vagina.
Es macht mich wild und ich will ihn tiefer spüren, aber auch diese wundervollen Empfindungen, ausgelöst durch das Spiel, nicht zerstören.
Dann ist es kühl. Derek hat sich zurückgezogen. Sofort protestiert mein Körper und will mehr von seiner Wärme und seiner Verehrung.
Ich spüre eine sanfte Berührung an meiner Pobacke. Sie führt eine Spur von dort bis zu meiner Wade.
Es ist sehr warm und angenehm. Kurz darauf nimmt seine kühle Zunge das leichte Brennen der Schokoladenspur. Er führt sein Spiel fort, benetzt mich mit Schokolade und leckt und saugt sie weg.
Fast wünsche ich mir, die Schokolade würde meinen Nervenbahnen folgen und sich in meiner Mitte versammeln damit er sie dort weg leckt.
Ein warmes feuchtes Tuch gleitet über mich hinweg und reinigt mich. Dann zieht Derek mich zu sich herum und legt sich hinter mich.
Mit einer langen Kette die er durch meine Beine schlingt und seinen sanften Stößen, angepasst an seine Atmung bringt er mich in ungeahnte Ekstase.
Sein steifer Penis drückt sich gegen meinen Anus und ohne das ich mich bewege erzeugt allein unsere Atmung eine so sanfte, aber auch so erregende Reibung.
Zart wie ein Schmetterling doch die Wirkung eines Vulkans, liegen wir da und halten uns.
Fühlen gezielt jede Bewegung, jede Berührung unserer Körper. Passen unseren Atem dem anderen an.
Seine Finger fahren weiter über meinen Körper, erkunden jeden Zentimeter. So viel Zeit haben wir uns ewig nicht genommen.
„Ich möchte dich berühren“, flüstere ich ihm zu.
Er lächelt in meinem Rücken. Ich kann es fühlen. Langsam setzt er sich auf und hebt mich auf seinen Schoß. Unsere Gesichter sind nur wenige Millimeter voneinander entfernt.
Sein Atem kitzelt mich in der Nase, doch ich weiche nicht zurück, genieße selbst diese Art von Berührung.
Sein vor Erregung geöffneter Mund nähert sich meinem. Mit leichtem Druck landen seine Lippen auf den meinen. Seine Zunge fährt über meine Lippen.
Dringt sanft in mich ein, spielt mit meiner Zunge.
Er schmeckt nach der Schokolade und seinem eigenen Geschmack, der mir die Sinne raubt.
Seine Lippen saugen meine Unterlippe ein und knabbern sanft daran, während kühle Perlen über meinen Rücken gleiten, über meine Schulter hinweg prickeln, über meine Brüste gleiten und sich einen Weg nach unten bahnen.
Sie baumeln zwischen uns und berühren mich sanft an meinem Lusthügel, jagen kleine Blitze durch meinen Schoß.
Sein harter Penis an meinem Bauch glänzt im Kerzenlicht. Er nimmt ihn in die Hand und malt kleine Herzen mit seiner Spitze auf meinen Bauch.
Ich bücke mich etwas hinab und seine Spitze stößt gegen meine Brustwarzen, die sich sofort wieder aufrichten und ihn willkommen heißen.
Ich drücke mit meinen Händen meine Brüste zusammen und er lässt seinen Penis hindurch gleiten.
Die Wärme seiner Haut und die Feuchtigkeit der Lusttropfen prickeln auf meinem Körper.
Ich lehne mich nach hinten, sodass nur noch unsere Geschlechter sich berühren. Durch die angespannte Atmung, bedingt der Erregung unserer Körper, reiben wir länger und intensiver aneinander.
Derek greift sich zwei der Tücher und lässt sie abwechselnd über meinen Körper gleiten. Die Seidenschals sind angenehm kühl und beruhigen meine aufgeheizten Sinne.
Ich rutsche weiter hinab und Derek kommt zwischen meinen Beinen zum Liegen.
Sanft gleitet er mit seinem gesamten Körper über mich, verteilt bei seinem Rückzug tausende von Küssen und streichelt mich.
Seine Hände umfassen meine Brüste und drücken sie leicht, sein Daumen und Zeigefinger umspannen meine Brustwarzen und drehen sie unter sanftem Zug.
Es macht mich wahnsinnig und ich möchte, dass es nie endet.
Als er wieder bei mir ist und meinen Mund mit seinem umfängt, hebe ich mein Becken an und strecke mich ihm entgegen. Er lächelt an meinem Mund und mehr brauche ich nicht.
Ich umschließe ihn mit meinen Schenkeln und ziehe ihn in mich hinein. So verweilen wir, unfähig uns zu bewegen. Erstaunt über das Gefühl des anderen auf der eigenen Haut. Das Gefühl, verloren zu haben, die körperlichen Grenzen zu spüren.
Ich fühle nur noch Derek in mir, auf mir, um mich herum. Er ist überall und ich bin eins mit ihm.
Langsam stößt er sich ein Stück vor, um sich danach mit dem nächsten Atemzug wieder zurück zuziehen.
Ich genieße das langsame raus und rein gleiten und freue mich, da seine Eichel jedes Mal meinen inneren Punkt trifft.
Doch es ist nicht die Vorfreude auf einen Orgasmus, die mich lenkt. Es ist das Bedürfnis, voll und ganz mit ihm zu verschmelzen.
Unsere Hände sind verschlungen ebenso wie der Rest unserer Körper. Wir bewegen uns nur durch die natürlichen Bewegungen. Keiner traut sich, sich zu rühren, aus Angst den Moment zu zerstören.
Dieser Gleichklang zwischen uns ist unfassbar schön. Ich merke, wie sich die Lust erneut aufbaut, lasse sie ihren Lauf nehmen.
Mit meinen Beinen um seine Hüften setzt Derek sich auf und bringt sich in den Lotussitz.
Ich schwebe auf seinen Schenkeln, vereint in Glückseligkeit. Das Feuer in seinen Augen fließt durch meine Adern.
Derek umfasst meinen Po und hebt mich langsam an, lässt mich sanft wieder hinab und beißt mir spielerisch in die Brustwarze.
Unser Spiel hat sich geändert, wir sind nun beide aktiv.
Meine Hände gleiten über seinen Rücken, meine Nägel fahren über seine Haut. Mit den Zähnen ziehe ich sanft an seinen Lippen und vertreibe das Brennen mit meiner Zunge, wie er es zuvor mit mir getan hat.
Seine Stöße werden härter und wilder, ich gebe mich ihm hin. Der Verstand ist ausgeschaltet und wir überlassen unseren Körpern die Führung.
Mein Becken stößt sich von seinem ab und wird wie ein Magnet wieder herangezogen. Ich stöhne auf und kann das Verlangen nicht mehr unterdrücken. Meine Hüfte kreist um sein Glied und zieht es enger und tiefer in sich.
Ich merke, wie Derek anschwillt und praller wird, sein Atem geht genauso keuchend wie meiner.
Ein letzter Stoß und sein heißes Sperma fließt in meine Körpermitte. Dereks Stöhnen in meinem Ohr und sein heißer Schwall, der pulsartig in mich spritzt, heben mich hinauf in den Himmel und lassen mich ebenfalls schweben.
Wir stoßen beide unseren angehaltenen Atem aus und schauen uns an. Glücklich lächelnd sitzen wir da und umarmen uns, halten uns fest. Keiner von uns ist bereit, das aufzugeben, was wir eben erlebt haben.
Diese Verbindung ist das Kostbarste, was man sich erschaffen kann. Die körperliche Barriere zu verlieren und Eins mit seinem Partner zu werden.
„Das war unglaublich“, hauche ich an seiner Brust.
Sein zustimmendes Knurren ist genug der Antwort, denn auch mir fehlen die Worte.

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